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Bahia - traditionsreiches Brasilien

 

Salvador da Bahia

Salvador da Bahia ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates an der mittleren Ostküste Brasiliens. Knapp 11 Millionen Menschen leben hier, davon 2,5 Millionen in der Hauptstadt. Salvador gilt als erste Stadt, die in Brasilien gegründet wurde, und zwar am 29. März 1549.

 

Drei Jahrhunderte war sie der wichtigste Einfuhrhafen für die aus Afrika verschleppten Sklaven. Schwarze und Mulatten bilden bis heute die Mehrheit der einheimischen Bevölkerung, und der afrikanische Einfluss macht sich vor allem in der Musik und in religiösen Kulten bemerkbar.

 

Der Karneval von Salvador

 

Salvador ist bekannt für seinen Straßenkarneval, an dem Hunderttausende fünf Tage und Nächte lang durch die Straßen der Stadt tanzen. Die Musik dazu machen Live-Bands auf riesigen Lastwagen, den sogenannten Trios Elétricos. So manche musikalische Karriere hat ihren Anfang während des Karnevals von Salvador genommen

 

Das historische Zentrum: Unter- und Oberstadt

 

Der Mercado Modelo liegt in der Unterstadt und ist ein Muss für jeden Touristen, der Salvador besucht. Hier kann man, in guter Qualität und zu vernünftigen Preisen, so gut wie alles kaufen, was Bahias Handwerks- und Volkskunst hervorbringt.

 

Die Unterstadt wird überragt von einem Steilufer, in das Häuser und schmale Straßen hineingebaut worden sind. Die bequemste Art für Fußgänger, in die Oberstadt zu gelangen, bietet der 1930 gebaute Lacerda-Lift. Etliche Tausend Bahianos überwinden die 85 Höhenmeter an jedem Tag in diesem  Verkehrsmittel. Oben angekommen trifft man als erstes auf den alten Regierungspalast. Von hier hat man einen weiten Blick über die Bucht.

 

An der Praça da Se beginnt die cidade alta, die Oberstadt des historischen Zentrums Salvadors. Das größte zusammenhängende barocke Wohnviertel der Welt wurde von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt und ist einer der größten Touristen-Magnete Brasiliens.  Gleich nebenan liegt das Viertel Pelourinho, was übersetzt so viel heißt wie Pranger. Heute finden sich rund um den Pelourinho Boutiquen, Kneipen, Pensionen und Museen.

 

Pelourinho Nachts

 

Im Gassengewirr des Pelourinho sind im Zuge der Restaurierung des Viertels vier zum Teil überdachte Plätze entstanden, die nach Romanfiguren von Salvadors berühmtestem Schriftsteller, Jorge Amado, benannt sind. Hier spielt abends die Musik, vor allem Klassiker des Samba, aber auch Reggae und internationale Gassenhauer der Popmusik werden gerne vorgetragen und vom Publikum mitgesungen. Auf keinen Fall sollte man sich Olodum entgehen lassen, die spätestens seit ihrer Zusammenarbeit mit Superstar Michael Jackson auch international bekannt geworden sind.

 

Aus dem ehemaligen Karnevalsblock wurde die inzwischen wohl wichtigste Gruppe zur Bewahrung schwarz-brasilianischer Identität in ganz Brasilien. Wer die Atmosphäre von Olodum einmal selbst live erleben möchte: Jeden Sonntagabend zieht der Karnevalsblock trommelnd zum Platz Largo do Pelourinho, und jeden Dienstagabend findet die öffentliche Probensession im Hinterhof des Teatro Miguel Santana statt.

 

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Jan. 16-19, 2013

 

Chapada Diamantina

 

425 Kilometer westlich von Salvador liegt das Städtchen Lençois. Heute hat es ungefähr 10.000 Einwohner, im 19. Jahrhundert waren es einmal mehr als 100.000. In 1822 wurden hier die ersten großen Diamanten-Funde gemacht. Den einstigen Wohlstand sieht man Lençois heute noch an. In den siebziger Jahren entdeckte man die touristische Attraktivität der Gegend. Denn Lençois ist so etwas wie das Eingangstor zum Nationalpark Chapada Diamantina. Er umfasst ein Gebiet von der Größe Bayerns, ist ausgesprochen dünn besiedelt und voller Naturspektakel.

 

Nur etwa einen Kilometer von Lençois entfernt befindet sich z.B. eine natürliche Rutschbahn aus glattem Stein, an deren Ende sich ein herrliches Wasserbecken öffnet. Eine halbe Autostunde weiter stößt man auf einen kleinen Fluss, der in eine andere Schlucht führt. Hier trifft man auf ein weiteres Naturschauspiel: den Poço do Diabo, auf deutsch: Teufelsbrunnen. Der Buraco do Cao befindet sich am Grund einer imposanten Schlucht. Er ist der Eingang in eine drei Kilometer lange Höhle, die man in zwei Stunden durchwandern kann.

 

30 Kilometer von Lençois ragt der Morro do Pai Inácio auf. Er ist das Wahrzeichen der Chapada Diamantina und ein ideales Ziel für Kletterer. Man kann ihn aber auch zur Hälfte mit dem Auto hinauffahren und über einen Fußweg bis auf den Gipfel wandern. Von dort hat man einen weiten Blick über den Naturpark.

 

In Lençois bieten mehr als ein Dutzend kleiner Agenturen ihre Dienste an. Fast alle haben sich einem umweltverträglichen Tourismus verschrieben. Eine Liste dieser Agenturen finden Sie im Internet unter www.cidadeshistoricas.art.br

 

Wie komme ich nach Lencois : Bus

www.realexpresso.com.br

Salvador x Lencois-BA - 27/05/2015

Partida Chegada Poltronas Preço

 

07:00 13:45 40 68 ca. CONVENCIONAL 3105

13:00 18:30 41 68,32 CONVENCIONAL 2115

17:00 22:30 38 68,32 CONVENCIONAL 1660

23:00 04:00 37 68,32 CONVENCIONAL 2305

 

08:00 ab Morro de Sao Paul Fastboot Ank.8:45 Taxi 10min

0915 Valenca Busbahnhof

14:20 ab Feira de Santana

18:30 in lencois.

 

Zigarrenmanufaktur Dannemann in São Félix im Recôncavo

 

Die Marke DANNEMANN ist weltweit bekannt für Moods-Zigarillos und handgerollte Zigarren höchster Qualität. Hier in Bahia, im ländlichen São Félix am Rio Paraguassú liegt der Ursprung des traditionsreichen Unternehmens.

Die Region Recôncavo ist eine äußerst fruchtbare Region und seit jeher wird Zigarrentabak sowie Zuckerrohr, Maniok und Früchte da angebaut. Der deutsche Geschäftsmann Gerhard Dannemann hat sich diesen Umstand 1872 zu Nutze gemacht und sein Tabakimperium hier aufgebaut. Bis heute werden in der DANNEMANN‘schen Produktionsstätte direkt am Fluss die edlen Zigarren von Hand hergestellt.

Das Centro DANNEMANN ist ganzjährig von Dienstag bis Samstag 9:00h-17:00h für Besucher geöffnet und vermittelt einen Einblick in den komplexen mehrjährigen Prozess vom Samen bis zur fertigen Zigarre. Wenn man ein paar Tage im Vorhinein anfragt, ist es möglich die Tabakfelder, Trockenhäuser, Fermentationsstapel und Sortierung der Blätter zu erleben. Wer möchte, kann sich sogar selbst im Zigarrenrollen versuchen! Weitere Info gibt’s auf der Website www.centrodannemann.com/br/de/

Um ein Zeichen zu setzen und Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen zu schaffen hat DANNEMANN erfolgreich ein Wiederaufforstungsprojekt mit mittlerweile über 110.000 Bäumen gestartet. Auf den eigenen Fazendas werden in der Region beheimatete Bäume gepflanzt. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, kostenlos und ohne Verpflichtungen die Patenschaft für einen Baum zu übernehmen und somit mitzuhelfen, der Natur dauerhaft etwas zurückzugeben.

Der vordere Teil des Gebäudes ist heute als Kulturzentrum bekannt. Hier gibt es wechselnd interessante Ausstellungen zu besichtigen und auch die alle zwei Jahre stattfindende Biennale des Recôncavo geht dort über die Bühne. Dieses Jahr kann man die Kunstwerke der Gewinner ab 24. November 2012 vier Monate lang bewundern.

Apropos Kunst: der deutsche Künstler Hansen Bahia hat sich ehemals – inspiriert von der Schönheit der Region – in São Félix niedergelassen. In seinem früheren Wohnhaus sind viele seiner Werke ausgestellt.

Über die altehrwürdige Dom-PedroII-Brücke geht’s in die nicht minder schöne Schwesterstadt Cachoeira. Auch hier lässt sich der Glanz der alten Zeiten noch von den prunkvollen Häuserfassaden aus der kaiserlichen Kolonialzeit ablesen.

Busse von Salvador sowie Valença steuern die beiden Städtchen regelmäßig an und brauchen etwa 2h für die Strecke.

Von Morro de São Paulo geht´s mit dem Schnellboot nach Valença. Direkte Santana Busse nach São Félix fahren dienstags um 10:30h, mittwochs um 10:00h und sonntags um 15:30h von dort ab. Außerdem gibt's täglich Busse von Valença um 5:30h, 7:10h und 9:30h, 12:00h, 15:10h und 17:20h. Einfach in Governador Mangabeira umsteigen. Die Fahrt nach São Félix dauert etwa 3h und kostet um die 20R$.













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